Der Beagle - vom Jäger zum Familienhund

Das erste Mal tauchte der Name Beagle 1475 auf und schon die Römer entdeckten in England beagleähnliche Jagdhunde.
Wie man auch heute noch in seinem Wesen herauslesen kann, wurde der Beagle ursprünglich zur Jagd gezüchtet und seine Anlagen über Jahrhunderte verfeinert.
Im 16. Jahrhundert wurden Beagles in ihrem Ursprungsland Großbritannien als Jagdgefährte der englischen Könige eingesetzt.
Die vorrangig Aufgabe des Beagles bei der Jagd bestand darin, in der Meute selbstständig Wildspuren zu verfolgen.

Hauptsächlich Hasenspuren " Niemand stöbert ein Kaninchen oder einen Hasen besser in einer Hecke auf. " ( E. Derflat )

Da der Beagle kleiner und langsamer ist als seine größeren Verwandten, geht man mit Beaglemeuten üblicherweise zu Fuß auf die Hasenjagd.

" Der Beagle, geleitet von seiner natürlichen Leidenschaft, dringt viel leichter als größere Hunde ins Gehölz, Dorngesträuch (...) ein und gelangt so schneller zur Beute.
Mit Leichtigkeit überwindet er alle Hindernisse, die sich ihm in den Weg stellen (...)
Der Klang ihrer Stimme ist scharf und auch auf große Entfernungen noch zu hören... Ihr Geruchssinn steht dem anderer Hunde in keinster Weise nach."
(E. Derflat, 1888 in der Zeitschrift "La Gazette des sports")

Alle diese Qualitäten hat sich der Beagle bis heute erhalten, denn sie haben sein Wesen über Jahrhunderte geprägt.
Einem heutigen Jäger bietet dieser kleine fröhliche Jagdhund mit der feinen Nase viel: spurlaut, brackieren und stöbern ebenso wie die Schweißarbeit.




Allerdings wird der Beagle dank seiner Charaktereigenschaften heute immer mehr als reiner Familienhund gehalten.
Denn Beagles sind nicht nur anpassungsfähige, ruhige, liebe, gesellige und untereinander verträgliche Hunde, sondern sie zeichnet auch ihr sanftes und fröhliches Wesen aus.
Niemals sollte ein Beagle aggressiv oder scharf sein!
Allerdings trifft die Intelligenz und Pfiffigkeit ( und Beagle sind sehr clevere Hunde!! ) des Beagles mit seiner äußerst sturen und dickköpfigen Natur zusammen
und so treibt einen diese manchmal ein wenig in die Verzweiflung!
Aber den treuen Blick mit den großen, mandelfarbenen Augen zu widerstehen fällt einfach zu schwer!
Gerade deswegen brauchen Beagles eine konsequente Hand, allerdings fernab jeglicher Härte oder Grobheit!
Der passionierte Jäger folgt zudem nur zu gerne jeder Spur und als selbstständig jagender Meutehund zeigt er auch heute noch Selbstständigkeit und Eigenwillen!
Und nicht jeder Beagle kann "problemlos" ohne Leine laufen!
Man wird sich auch nach noch so langen trainieren und üben nie 100% sicher sein können, ob sich der Beagle für das Rufen seines Halters oder für die Fährte entscheidet!
So kann Frauchen oder Herrchen auch ruhig mal einen Augenblick warten, bis sich Beagle wieder Blicken lässt!
Mancher Beaglehalter muss da wirklich sehr geduldig sein!

Aber unsere Cessy kam bis jetzt von ihren selbstständigen Ausflügen immer wieder zurück, entweder direkt zu Frauchen oder treu und brav vor unserer Haustür wartend!

Vor allem in der Familie sind Beagles tolle und angenehme Hunde.
Kindern gegenüber zeigen sie eine große Toleranz und normale Beagles reagieren auch auf unbeholfene Kinderhände nicht böse!

Cessy ist im Haus, wie die Meisten ihrer Rasse, sehr ruhig.

Allerdings sind Beagles Laufhunde und täglich mehrere Stunden Auslauf sollten man seinen Beagle bieten können.
Das kurze, dichte Fell ist wetterfest und pflegeleicht.


Das äußere Erscheinungsbild:

Die Schulterhöhe des Beagles beträgt 33-40 cm und das Gewicht variiert
von 12-18 kg, je nach Typ.

Fell und Farbe:

Das Fell des Beagles ist kurz, dicht und wetterfest. Außer leberfarben ist jede bei den "Hound" bekannte Farbe anerkannt. Am häufigsten sieht man den dreifarbigen Beagle:
auf weißem Grund schwarze und braune (helle- bis rotbraune) Platten in beliebiger Anordnung.
Fast ein Drittel der in Deutschland gezüchteten Beagle sind zweifarbig, d.h. die schwarze Farbe fehlt völlig, und das Braun kann zu rot bis zitronenfarben gewandelt sein.